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Weltkulturerbe Kloster Lorsch und Freilichtlabor Lauresham

 

Mit ca. 30 interessierten Mitglieder der IG Handschuhsheim liessen wir uns am Sonntag, 12.7.2015, durch die Klosteranlage Lorsch und das angeschlossene Areal "Freilichtlabor Lauresham" führen.

 

Die Anfänge des Klosters lassen sich auf das Jahr 764 datieren, doch erwähnt wird das Kloster erst im sogenannten Lorscher Codex von 1250.

Das früher als "Torhalle" bezeichnete Gebäude ist wohl eine "Empfangshalle" gewesen, die von Pippin, dem Vater Karls d.Gr. in Auftrag gegeben bzw. besucht worden war. Wenn man die Lebensdaten Karls d.Gr. und die Annalen des Klosters miteinander vergleicht, scheint es aber unwahrscheinlich zu sein, dass Kaiser Karl jemals hier gewesen ist, nichtsdestotrotz hatte das Kloster ein grosses Renommeé im ganzen damaligen "Europa", da es die Reliquien des Heiligen Nazarius besass. Diese führten zu grosszügigen Schenkungen und schliesslich dazu, dass das Kloster dem Reich direkt unterstellt wurde.

Es besass viele wertvolle Handschriften und einen grossen Grundbesitz.

Wie wir alle wissen, erwähnt der Lorscher Kodex (Codex Laureshamensis), der etwa zwischen den Jahren 1170-1195 angelegt wurde, bereits die Gründung des Ortes Handschuhsheim vor 1.250 Jahren.

Im 30-jährigen Krieg wurde das Kloster zerstört und die Überreste als Steinbruch genutzt. Die Rekonstruktion zur 1250-jährigen urkundlichen Erwähnung jedoch ist äusserst beeindruckend.

 

 

lorsch

 

Das „Experimentalarchäologische Freilichtlabor karolingischer Herrenhof Lauresham“ ist die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Herrensitzes mit diversen Gebäuden in unterschiedlicher Bauweise. Insbesondere das reetgedeckte Lehmhaus hatte es uns bei der Aussentemperatur von 30°C angetan, denn hier war das Raumklima hervorragend! Der „mittelständische“ (nicht  „hochadlige“ !!) Herr verfügte über Gesinde, Leibeigene, Hoftiere.  Er war direkt dem Kloster unterstellt, dh. er hatte dem Kloster Abgaben zu zahlen und für den Abt in den Kriegsdienst zu ziehen.

Das Anwesen verfügt über museumspädagogisches Anschauungsmaterial in allen Häusern: Wohn-, Wirtschafts-, Stall- und Speicherbauten, also einer Spinnstube, einer Schmiede, einer Holzwerkstatt, dem Speisesaal des Herrn, der Küche, sowie einer Kapelle, ausserdem einer Reihe von Nutztieren, deren Erscheinungsbild eine Annäherung an das der mittelalterlichen Artgenossen ermöglichen soll.

In dieser Anlage ist eine Führung obligatorisch. Unsere Führerin war Historikerin, hat das „Experimentalarchäologische Freilichtlabor“ mit aufgebaut und vermochte es hervorragend, unsere Aufmerksamkeit trotz der 34 °C im Schatten zu fesseln.

 

Der Besuch der Weltkultuererbe-Anlage Kloster Lorsch und Freilichtlabor Lauresham war ein äusserst gelungener und interessanter Ausflug, der allen Beteiligten viel Spass gemacht hat und den wir auch Familien mit Kindern sehr empfehlen können.

 

Weitere Infos unter www.kloster-lorsch.de

 

 


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